Das ist ganz großes Kino!

Filmen – das war Alfred Hitchcocks Handwerk. Kaum ein anderer beherrschte es so perfekt wie der rundliche Engländer. Deshalb müssen seine Spielfilmklassiker bei so einem Festival wie den »Hitchcock-Days« natürlich auch zu sehen sein. Diesmal im Programm: zwei Stummfilme vom Anfang seiner Karriere und die letzten vier Spielfilme des Meisters der Spannung.

Kommunales Binchen-Kino (Albert-Mahlstedt-Str. 2)

Im Kommunalen Kino laufen vier Meisterwerke von Alfred Hitchcock: Wir haben uns in diesem Jahr dafür entschieden, das Spätwerk der Regie-Legende auf die große Leinwand zu bringen. Die Spielfilme sind zwischen 1966 und 1976 entstanden – zwei Spionagethriller, ein Psychothriller und eine Krimikomödie.
Alle Spielfilme sind in der deutschen Synchronfassung zu sehen!

Reservierungen werden per E-Mail an vograap@web.de entgegengenommen.

  • »FRENZY«

    (GB 1972) 

    Do., 10. September, 20 Uhr, Binchen-Kino


    Wie in so vielen von Hitchcocks Filmen wird der Protagonist in diesem rabenschwarzen Spätwerk fälschlicherweise des Mordes bezichtigt: In London geht die Angst vor einem sadistischen Frauenmörder um. Der perverse Serienkiller vergewaltigt seine Opfer und erdrosselt sie mit seiner Krawatte. Als Heiratvermittlern Brenda getötet wird, gerät ihr jähzorniger Ex-Mann Richard Blaney unter Verdacht. Der wahre Schurke aber ist sein Freund Bob Rusk – ausgerechnet ihm bittet er um Hilfe ...

  • »DER ZERRISSENE« VORHANG

    (USA 1966)

    Di., 15. September, 20 Uhr, Binchen-Kino


    In diesem Spionagethriller gibt der amerikanische Kernphysiker Michael Armstrong (Paul Newman) vor, in die DDR überzulaufen, um eine geheime Raketenformel auszuspionieren. Er setzt sich nach Ost-Berlin ab – und seine Verlobte Sarah (Julie Andrews) folgt ihm ahnungslos. Dann verstricken sich beide jedoch in eine gefährliche Flucht, die durch einen Mord an einem Stasi-Agenten (Wolfgang KIeling) dramatisch wird ...

  • »FAMILIENGRAB«

    (USA 1976) 

    Mi., 16. September, 20 Uhr, Binchen-Kino


    In Alfred Hitchcocks letztem Film beauftragt eine reiche alte Dame eine falsche Hellseherin (Barbara Harris) und deren Taxifahrer-Freund (Bruce Dern), ihren verschollenen Erben zu finden. Das Paar gerät dabei unwissentlich an einen gesuchten Kidnapper (William Devane) und dessen Komplizin (Karen Black), was zu einer spannenden, humorvollen Verwechslungsjagd führt.

  • »TOPAS«

    (USA 1969)

    Di., 22. September, 20 Uhr, Binchen-Kino


    Der Spionagethriller, basierend auf Leon Uris’ Roman, behandelt die Ereignisse kurz vor der Kubakrise 1962. Ein französischer Agent (Frederick Stafford) deckt mit CIA-Hilfe die Stationierung russischer Raketen auf Kuba auf und entlarvt schließlich in Frankreich den sowjetischen Spionagering »Topas«. Die Handlung spielt in Kopenhagen, Washington, New York, Kuba und Paris. Die Besetzung ist entsprechend international gewählt – unter anderem sind Karin Dor, Philippe Noiret und Michel Piccoli zu sehen.

Stummfilmkonzerte (Michaeliskirche | Sparkasse Holstein)

In diesem Jahr bieten wir gleich zwei Stummfilmkonzerte im Rahmen der »Hitchcock-Days« an. Zunächst vertont der Berliner Stummfilmpianist und -komponist Stephan Graf von Bothmer am 18. September in der Michaeliskirche die Komödie »The Farmer's Wife« live an der Orgel. Am 23. September folgt dann in der Sparkassen-Kundenhalle am Rosengarten der Auftritt der Hamburger Akkordeonistin Natalie Böttcher, die einen Soundtrack zum Thriller »The Lodger« spielt.

  • »THE FARMER'S WIFE«

    (GB 1928)

    Fr. 18. September, 19 Uhr, St. Michaeliskirche


    Der erfolgreiche Farmer Samuel Sweetland ist verwitwet. Als auch seine Tochter heiratet und auszieht, beschließt er nochmal zu heiraten. Er beginnt mit der Hilfe seiner Haushälterin in seiner Gegend nach einer guten Partie Ausschau zu halten.

    Wie ein Thriller gefilmt und doch eine Komödie – ein subtil inszenierter Film, der vor allem durch seine virtuosen, sorgfältig choreographierten Partyszenen fasziniert.


  • »THE LODGER«

    (GB 1927)

    Mi., 23. September, 20 Uhr, Sparkasse Holstein, Am Rosengarten 3


    Der Film erzählt die Geschichte eines mysteriösen Untermieters, der in einem Londoner Haus einzieht. Während sich in der Stadt eine Mordserie ereignet, bei der die Opfer blonde Frauen sind. Die Vermieterin beginnt, den Untermieter mit den Morden in Verbindung zu bringen. Spannung entsteht, als sich eine Liebesgeschichte zwischen dem Mieter und der Tochter des Hauses entwickelt. 

    Der Film ist bekannt für seine innovativen filmischen Techniken und Hitchcocks frühe Anwendung von Suspense-Elementen. »The Lodger« legt den Grundstein für viele Themen und Stilmerkmale, die später zu Hitchcocks Markenzeichen werden.